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Berichte zu aktuellen Veranstaltungen 2008

Brandschutzerziehungstag GS "Am Grenzweg"

Dichter Rauch verdunkelt den Flur der Grundschule „Am Grenzweg“. Schüler Maximilian M. der auf dem Weg zur Toilette ist, bemerkt das und informiert sofort seine Lehrerin. Die löst in der Schule sofort Feueralarm aus. Direktorin Gabriele Krappatsch informiert die Feuerwehr. Die Lageerkundung der eintreffenden Einsatzkräfte ergibt: Eine Lehrerin und ein Schüler gelten als vermisst.


Der Angriffstrupp der Freiwilligen Feuerwehr Olvenstedt geht sofort zur Personenrettung und Brandbekämpfung über eine Steckleiter in das erste Obergeschoss vor. Alle Klassen haben sich in sicherem Abstand zum Gebäude versammelt und verfolgen das Geschehen. „Da sind sie“, hallt ein Ruf über den Schulhof. Über einen Dachvorbau werden Lehrerin und Schüler von der Feuerwehr gerettet.

Angesichts der lachenden Gesichter bei den „Opfern“ wird spätestens jetzt den Schaulustigen am Rande des Schulgeländes klar, dass es sich hier um eine Übung handelt. Sie bildete den Auftakt zum zweiten Brandschutzerziehungstag an der Magdeburger Grundschule.

„Nach dem ersten Tag dieser Art, vor drei Jahren, stand für uns fest, dass wir so etwas auf jeden Fall wiederholen werden“, berichtet Gabriele Krappatsch, die diesen Tag gemeinsam mit den Verantwortlichen der Olvenstedter Wehr vorbereitet hatte. „Auch für uns war klar, dass wir und hier wieder engagieren“, ergänzt Wehrleiterin Annette Siedentopf. Man sein schließlich schon beim ersten Mal mit verschiedenen Ideen auf offene Ohren gestoßen.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler den ersten Schreck verdaut und sich beim Frühstück etwas gestärkt hatten, begann für sie ein abwechslungsreicher Tag. Klassenweise mussten neun Stationen absolviert werden. Und an denen hatte sich die Mannschaft der ehrenamtlichen Brandschützer viel einfallen lassen, um den ABC-Schützen einen interessanten Überblick rund um die Brandvermeidung, das richtige Verhalten im Fall des Falles oder die Aufgaben und Ausrüstung der Feuerwehr mit auf den Weg zu geben.

Jeweils 20 Minuten lang informieren sich die Gruppen zum Beispiel über die Ausrüstung der Feuerwehr, den Aufbau und die Funktion von Feuerlöscher (wobei selbst Hand angelegt werden durfte), das Verhalten bei Rauch oder was man bei der Alarmierung der Feuerwehr beachten muss. An letzterer Station wurde mit einer eigens installierten internen Telefonverbindung der Notruf geübt.

„Es war ganz doll interessant, was die Feuerwehrleute so können“, berichtete die siebenjährige Franziska ihrer Mutter, die sie nach Ende der Unterrichtszeit abholte. „Ich fand die Feuerlöscher cool. das pustet ganz schön“, konnte auch der neunjährige Mathias nur zustimmen.

Ein positives Fazit zogen abschließend auch Direktorin Gabriele Krappatsch und Wehrleiterin Annette Siedentopf. Es sei ein gelungener Tag gewesen, der sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft eine Fortsetzung erfahren wird.


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