Aktuelle Projektarbeit mit fremd Förderung

Girls`day war ein voller Erfolg

Zum „Girls`Day“ 2008 hatte auch die Freiwillige Feuerwehr Olvenstedt ihre Tore geöffnet, um Mädchen und jungen Frauen einen Einblick hinter die Kulissen der ehrenamtlichen Brandschützer zu ermöglichen.



Dieser erlebnisreiche Tag, eingebettet in das LOS-Projekt „Duett – eine Chance für Mädchen und junge Frauen“ sollte dem weiblichen Geschlecht die Möglichkeit bieten, zu erfahren, dass das weibliche Geschlecht gar nicht so schwach ist, wie allgemein behauptet wird.

In Kooperation mit dem Bildungszentrum der Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt, auf dem Gelände der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge (BKS) wurde ein buntes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet, um ein möglichst umfassendes Bild geben zu können.

Nach dem Treffen um 08.00 Uhr erfolgte die Verlegung der 11 Teilnehmerrinnen nach Heyrothsberge. Für lange theoretische Ausführungen blieb keine Zeit, da die Praxis nun einmal bleibende Erlebnisse vermittelt. So wurden den Anwesenden, in einer kurzen Präsentation, die Aufgaben der Feuerwehr vermittelt, ehe es zu den praktischen Stationen ging.

Erste Anlaufstelle die Atemschutzstrecke der BKS. Hier konnten sich die Mädchen davon überzeugen, wie anstrengend die Arbeit der Feuerwehrleute sein kann. Nach der Endlosleiter und dem Fahrrad ging es durch die Strecke. Da gerieten die Schülerinnen schon ganz schön ins Schwitzen, obwohl ja kein PA oder gar Maske getragen wurden.

Danach wurden den interessierten Jugendlichen einige Geräte der technischen Hilfeleistung vorgestellt. Mit Hilfe von erfahrenen Feuerwehrleuten konnten die Geräte angeschaut oder zum Teil auch bedient werden. „Man ist dass schwer. Und damit könnt ihr gut arbeiten?“, Jenny konnte es kaum fassen, wie viel der Spreizer wiegt. Die Schere sei zwar etwas leichter, doch so richtig anfreunden konnte sie sich mit den Geräten an diesem Tag nicht. Einhellig als „cool“ bezeichneten alle die Wirkungsweise der Hebekissen. Im Rahmen eines kleinen Wettbewerbes sollten zwei Kissen soweit wie möglich aufgeblasen werden, ohne dass das platzierte Ei, nebst Becher, herunterfiel. Der Tagesrekord wurde mit 43,5 cm festgehalten. Rekordhalter – selbstverständlich ein Mädchen!

Bei den anschließenden Löschübungen mit Handfeuerwehrlöschern auf dem Versuchsgelände des Institutes der Feuerwehr erkannten auch jene, die nicht in der Jugendfeuerwehr aktiv sind, dass es relativ einfach ist, mit Kleinlöschgeräten einen Entstehungsbrand zu bekämpfen.

Nach einer kurzen Stärkung stand dann das Highlight des Programms auf der Tagesordnung. Frank Wenzel erläuterte den Jugendlichen anschaulich die Möglichkeiten und die Funktionsweise des Feuerwehrübungshauses. Das kam erwartungsgemäß sehr gut an. „Es ist schon toll, dass die Feuerwehrleute hier unter realitätsnahen Bedingungen üben können“, merkte Lisa Marie aus Magdeburg an.

Gegen 14.00 Uhr fand der „Girls`Day“ nach einer kurzen Auswertung seinen Abschluss. Erfreulich, die gute Einschätzung der Mädchen und Jungen. Ihnen hat es allen samt gut gefallen. Wie gut, das konnte Wehrleiterin Annette Siedentopf in den späten Nachmittagsstunden feststellen. Kaum von einem Einsatz zurück, meldete sich eine der Teilnehmerinnen vom Vormittag bei ihr wegen der Aufnahme in die Jugendfeuerwehr.



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